Harpagophytum procumbens DC. und/oder Harpagophytum zeyheri Decne.

Süßholz
Glycyrrhiza glabra L.; Glycyrrhiza inflata Bat.; Glycyrrhiza uralensis Fisch.
Süßholz ist ein Hülsenfrüchtler. Verwendet wird die getrocknete Wurzel samt Ausläufern. Sie enthält den süß schmeckenden Wirkstoff Glycyrrhizin.
- Pflanzenfamilie
- Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
- Anwendung
- Zum Einnehmen
- Auch bekannt als
- Lakritze, Süßholzwurzel, Liquiritiae radix
Foto (Ausschnitt): Rillke,CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons
Anwendungsgebiete
Wofür die Pflanze laut EU-Monographie angewendet wird
Magen & Darm
Bei Verdauungsbeschwerden mit brennendem Gefühl und Dyspepsie
Husten & Erkältung
Als schleimlösendes Mittel bei Husten im Rahmen einer Erkältung
Wichtige Inhaltsstoffe
Laut Bewertungsbericht des HMPC
- Triterpensaponine, vor allem Glycyrrhizin (Glycyrrhizinsäure)
- Flavonoide wie Liquiritin, Liquiritigenin und Licochalcone
- Isoflavone wie Glabridin und Formononetin
- Cumarine, darunter Umbelliferon und Herniarin, sowie Zucker (Saccharose)
Sicherheitshinweise
Vor der Anwendung wichtig zu wissen
- Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen Süßholz.
- Warnhinweise
- Nicht länger als vier Wochen anwenden. Bestehen die Beschwerden länger als zwei Wochen oder verschlimmern sie sich, ärztlichen Rat einholen.
- Nicht zusammen mit anderen glycyrrhizinhaltigen Zubereitungen einnehmen, da sonst Wasseransammlungen, Kaliummangel, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen auftreten können.
- Bei Bluthochdruck, Nieren-, Leber- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Kaliummangel wird die Anwendung nicht empfohlen.
- Nicht zusammen mit Diuretika, Herzglykosiden, Kortikosteroiden, stimulierenden Abführmitteln oder anderen Arzneimitteln anwenden, die den Elektrolythaushalt stören.
- Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die über das Enzym CYP3A4 abgebaut werden.
- Bei Husten: Bei Atemnot, Fieber oder eitrigem Auswurf ärztlichen Rat einholen.
- Wechselwirkungen
- Kann die blutdrucksenkende Wirkung verschriebener Arzneimittel abschwächen.
- Nicht zusammen mit Diuretika, Herzglykosiden, Kortikosteroiden, stimulierenden Abführmitteln oder anderen Mitteln, die den Elektrolythaushalt stören.
- Kann die Aktivität von CYP3A4 beeinflussen; die Aufnahme von Arzneimitteln, die über dieses Enzym abgebaut werden, kann sich ändern.
- Mögliche Nebenwirkungen
Die Monographie nennt keine einzelnen Nebenwirkungen und verweist bei auftretenden Beschwerden auf ärztlichen Rat.
- Schwangerschaft und Stillzeit
In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen. Tierversuche deuten auf eine fruchtbarkeitsschädigende Wirkung hin; Glycyrrhizin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit sind nicht ausreichend untersucht.
- Kinder und Jugendliche
Die Anwendung wird unter 18 Jahren nicht empfohlen, weil die Unbedenklichkeit nicht belegt ist.
Quellen
- European Union herbal monograph on Glycyrrhiza glabra L.; Glycyrrhiza inflata Bat.; Glycyrrhiza uralensis Fisch., radix – Revision 1 (EMA/HMPC/108399/2024) (2026)
- Assessment report on Glycyrrhiza glabra L.; Glycyrrhiza inflata Bat.; Glycyrrhiza uralensis Fisch., radix – Revision 1 (EMA/HMPC/108395/2024) (2026)
Stand der Recherche: Ärztlich geprüft:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte/Therapeuten.
Die Inhalte von veravonpetzinger.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen. Dosierungen nennt das Lexikon bewusst nicht: Sie hängen vom Präparat ab und stehen in dessen Packungsbeilage.



