Weiße Blütentrauben der Traubensilberkerze vor dunkelgrünem Laub
Heilpflanzen-Lexikon

Traubensilberkerze

Cimicifuga racemosa (L.) Nutt.

Die Traubensilberkerze ist ein Hahnenfußgewächs, dessen Wurzelstock arzneilich verwendet wird. Die Monographie beschreibt dafür drei genau festgelegte Trockenextrakte.

Pflanzenfamilie
Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Anwendung
Zum Einnehmen
Auch bekannt als
Cimicifuga, Actaea racemosa L.

Foto (Ausschnitt): Salicyna,CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Anwendungsgebiete

Wofür die Pflanze laut EU-Monographie angewendet wird

  • Zyklus & Wechseljahre

    Zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und starkem Schwitzen

    • Zum EinnehmenDrei genau beschriebene Trockenextrakte (mit Ethanol oder Isopropanol hergestellt) in festen Darreichungsformen zum Einnehmen

Wichtige Inhaltsstoffe

Laut Bewertungsbericht des HMPC

  • Triterpenglykoside wie Actein und 23-epi-26-Desoxyactein
  • Phenolische Verbindungen
  • Flavonoide

Sicherheitshinweise

Vor der Anwendung wichtig zu wissen

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Cimicifugawurzelstock

Warnhinweise
  • Bei Anzeichen einer Leberschädigung (Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gelbfärbung von Haut und Augen, starke Oberbauchschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen, dunkler Urin) die Einnahme beenden und sofort einen Arzt aufsuchen.
  • Wer früher eine Lebererkrankung hatte, soll Traubensilberkerze mit Vorsicht einnehmen.
  • Ohne ärztlichen Rat nicht länger als 6 Monate einnehmen.
  • Bei vaginalen Blutungen oder anderen neu auftretenden Beschwerden soll ein Arzt gefragt werden.
  • Nicht zusammen mit Östrogenen einnehmen, außer auf ärztlichen Rat.
  • Wer wegen Brustkrebs oder eines anderen hormonabhängigen Tumors behandelt wird oder wurde, soll Traubensilberkerze nicht ohne ärztlichen Rat einnehmen, weil ein Einfluss auf solche Tumoren nicht ausgeschlossen ist.
  • Halten die Beschwerden während der Anwendung an oder verschlimmern sie sich, soll ein Arzt oder Apotheker gefragt werden.
Wechselwirkungen

Laut Monographie keine bekannt.

Mögliche Nebenwirkungen
  • Leberschäden, darunter Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht und veränderte Leberwerte; Häufigkeit nicht bekannt
  • Allergische Hautreaktionen wie Nesselsucht, Juckreiz und Hautausschlag, Schwellungen im Gesicht sowie Wassereinlagerungen in Armen und Beinen; Häufigkeit nicht bekannt
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Verdauungsstörungen und Durchfall; Häufigkeit nicht bekannt
Schwangerschaft und Stillzeit

In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen, weil die Unbedenklichkeit nicht gesichert ist. Frauen, die schwanger werden können, sollten während der Einnahme eine wirksame Verhütung in Betracht ziehen. Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit sind nicht bekannt.

Kinder und Jugendliche

Die Monographie sieht die Anwendung bei erwachsenen Frauen vor. Für Kinder, Jugendliche und Männer gibt es kein Anwendungsgebiet.

Quellen

Stand der Recherche: Ärztlich geprüft:

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