Ärztin für Naturheilverfahren

Über mich

Warum ich nach Jahren in der Kassenpraxis aufgehört habe, nur Symptome zu behandeln.

Vera von Petzinger-Müller

Vera von Petzinger

Vom Apothekerkind zur Kassenärztin

Ich bin 1964 als Kind einer Apothekerfamilie geboren – und damit beginnt meine Geschichte eigentlich schon. Obwohl wir mit meinem Vater als Apotheker „direkt an der Quelle“ saßen, gab es bei uns zu Hause kaum Medikamente. Eingesetzt wurden sie nur in dringenden Notlagen. Das Lieblingszitat meines Vaters: „Keine Wirkung ohne Nebenwirkung.“

Ich studierte Medizin und übernahm mit meinem damaligen Mann eine Kassenarztpraxis. Zwölf-Stunden-Tage, Wochenend- und Notdienste, Erreichbarkeit rund um die Uhr – das war der Normalfall, nicht die Ausnahme.

Schon damals wuchs der Verwaltungsaufwand unaufhörlich, von den heutigen Zuständen ganz zu schweigen. Für den einzelnen Patienten blieben im Schnitt zehn Minuten. Genau daran wuchs meine Unzufriedenheit: Die westliche Schulmedizin arbeitet symptomorientiert. Ursachen zu finden und zu beseitigen ist darin nicht vorgesehen, Prävention spielt eine untergeordnete Rolle.

Warum ich die Kassenpraxis verlassen habe

Nach vielen Jahren hatte die Arbeit in der Praxis mich enttäuscht. Als betreuende Hausärztin sah ich in der Regel keine Heilungen, sondern im besten Fall eine lebenslange Medikation. Krankheiten schritten fort, Nebenwirkungen von Medikamenten wurden mit neuen Medikamenten behandelt. Ich war nicht erfüllt, sondern ernüchtert.

Der Wendepunkt: Naturheilkunde

1997 wurden meine Zwillinge geboren, mein erstgeborener Sohn war da sechs Jahre alt.

Mein Zwillingsmädchen hatte gesundheitliche Probleme, denen wir schulmedizinisch nur mit immer härteren Medikamenten begegnen konnten. Also suchte ich Hilfe bei einem naturheilkundlich arbeitenden Kollegen – ohne Erwartung, aber auch ohne mir später vorwerfen zu müssen, nicht alles versucht zu haben.

Die Behandlung verlief erfolgreich. Keine Nebenwirkungen, keine chemischen Mittel. Ich war nicht nur überglücklich, sondern fasziniert von der völlig anderen Herangehensweise. Das war die Medizin, die ich machen wollte. Ich begann sofort die Zusatzausbildung in Naturheilverfahren, weitere Fortbildungen folgten.

Privatpraxis, Prävention und Vorträge

2000 eröffnete ich eine Privatpraxis im benachbarten Wittingen. Dort konnte ich Schulmedizin und ganzheitliche Therapien so verbinden, wie ich es mir vorgestellt hatte: mir Zeit für meine Patienten nehmen, individuell therapieren – und Erfahrung sammeln.

2003 zwangen mich persönliche Umstände, Niedersachsen zu verlassen und mit meinen Kindern in die Pfalz zu ziehen. Ich entschied mich, mein Wissen als Referentin weiterzugeben, und begann Mitarbeiterschulungen für Firmen zu Prävention, Lebensstil und Selbstverantwortung.

Bis Juni 2020 habe ich Vorträge gehalten, online wie offline.

Warum es diese Seite gibt

2021 habe ich meine Tätigkeit aufgegeben. Die Zeiten waren für ehrliche Worte schwierig geworden.

Diese Seite besteht seitdem nur noch zu Informationszwecken. Deshalb findest Du hier kein Kontaktformular und kein Angebot – wohl aber, wie ich denke und wovon ich ausgehe: nachzulesen unter Konzept & Philosophie.

Bis heute lerne ich hinzu und bleibe kritisch gegenüber vorschneller Medikation. Der eine oder andere Blogbeitrag wird noch folgen – ein paar „Augenöffner“, mehr sollen sie nicht sein. Du wirst sehen: Es lohnt sich, Dinge zu hinterfragen und sich eine eigene Meinung zu bilden.