Purpurrote Blüte mit gelbem Schlund und gewellte Blätter der Teufelskralle auf rotem Sandboden
Heilpflanzen-Lexikon

Teufelskralle

Harpagophytum procumbens DC. und/oder Harpagophytum zeyheri Decne.

Die Teufelskralle ist ein Sesamgewächs, dessen Wurzel arzneilich genutzt wird. Verwendet werden zwei verwandte Arten, Harpagophytum procumbens und Harpagophytum zeyheri.

Pflanzenfamilie
Sesamgewächse (Pedaliaceae)
Anwendung
Zum Einnehmen
Auch bekannt als
Teufelskrallenwurzel, Harpagophytum zeyheri Decne.

Foto (Ausschnitt): Dr. Alexey Yakovlev,CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Anwendungsgebiete

Wofür die Pflanze laut EU-Monographie angewendet wird

  • Gelenke & Muskeln

    Zur Linderung leichter Gelenkschmerzen

    • Zum EinnehmenTee aus der zerkleinerten Wurzel, Wurzelpulver, Flüssigextrakt, Dickextrakt, Trockenextrakte, Tinktur
  • Magen & Darm

    Zur Linderung leichter Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und Blähungen sowie bei vorübergehender Appetitlosigkeit

    • Zum EinnehmenTee aus der zerkleinerten Wurzel, Dickextrakt, Trockenextrakte

Wichtige Inhaltsstoffe

Laut Bewertungsbericht des HMPC

  • Bitterstoffe (Iridoidglykoside), vor allem Harpagosid, außerdem 8-p-Cumaroylharpagid, Harpagid und Procumbid
  • Phenolische Glykoside wie Acteosid (Verbascosid) und Isoacteosid
  • Zucker, vor allem Stachyose
  • Triterpene wie Oleanolsäure und Ursolsäure sowie Pflanzensterine wie β-Sitosterin
  • Phenolsäuren wie Kaffeesäure und Chlorogensäure sowie Flavonoide wie Kaempferol und Luteolin

Sicherheitshinweise

Vor der Anwendung wichtig zu wissen

Gegenanzeigen
  • Überempfindlichkeit gegen Teufelskrallenwurzel
  • Aktives Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür
Warnhinweise
  • Verschlimmern sich die Beschwerden oder halten sie während der Anwendung an, soll ein Arzt oder eine andere medizinische Fachperson gefragt werden: bei Gelenkschmerzen nach 4 Wochen, bei Verdauungsbeschwerden nach 2 Wochen.
  • Gelenkschmerzen mit Gelenkschwellung, Rötung oder Fieber sollen ärztlich untersucht werden.
  • Bei Gallensteinen vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.
Wechselwirkungen

Laut Monographie keine bekannt.

Mögliche Nebenwirkungen
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen; Häufigkeit nicht bekannt
  • Kopfschmerzen und Schwindel; Häufigkeit nicht bekannt
  • Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Nesselsucht und Schwellung des Gesichts; Häufigkeit nicht bekannt
Schwangerschaft und Stillzeit

In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen, weil die Unbedenklichkeit nicht gesichert ist. Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit sind nicht bekannt.

Kinder und Jugendliche

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird die Anwendung nicht empfohlen, weil die Unbedenklichkeit in diesem Alter nicht gesichert ist.

Quellen

Stand der Recherche: Ärztlich geprüft:

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