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Blühender Spitzwegerich mit lanzettlichen Blättern und Ährenblüten
Heilpflanzen-Lexikon

Spitzwegerich

Plantago lanceolata L.

Spitzwegerich ist ein Wegerichgewächs. Verwendet werden die getrockneten Blätter und Blütenstängel. Sie werden als Tee, Kaltauszug oder Presssaft zubereitet.

Pflanzenfamilie
Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Anwendung
Zum EinnehmenIm Mund- und RachenraumAuf der Haut
Auch bekannt als
Spitzwegerichblätter, Plantaginis lanceolatae folium

Foto (Ausschnitt): Luis Fernández García,CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Anwendungsgebiete

Wofür die Pflanze laut EU-Monographie angewendet wird

  • Mund & Rachen

    Als schleimstoffhaltiges Mittel bei Reizungen im Mund- und Rachenraum mit trockenem Reizhusten

    • Zum EinnehmenTee, Presssaft, Flüssig- und Trockenextrakte
    • Im Mund- und RachenraumTee und Kaltauszug (Mazerat)
  • Husten & Erkältung

    Zur Linderung von Husten im Rahmen einer Erkältung

    • Zum EinnehmenTee, Presssaft, Flüssigextrakt
  • Haut

    Bei kleineren Entzündungen der Haut

    • Auf der HautKaltauszug (Mazerat) als Umschlag

Wichtige Inhaltsstoffe

Laut Bewertungsbericht des HMPC

  • Iridoidglykoside, vor allem Aucubin und Catalpol
  • Schleimstoffe
  • Flavonoide wie Apigenin und Luteolin, Gerbstoffe und Phenolcarbonsäuren
  • Das Cumarin Aesculetin sowie kleine Mengen eines Saponins

Sicherheitshinweise

Vor der Anwendung wichtig zu wissen

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Spitzwegerich oder gegen Spitzwegerichpollen.

Warnhinweise
  • Bestehen die Beschwerden länger als eine Woche oder verschlimmern sie sich, ärztlichen Rat einholen.
  • Bei Atemnot, Fieber oder eitrigem Auswurf ärztlichen Rat einholen.
  • Bei Hautentzündungen mit Anzeichen einer Infektion ärztlichen Rat einholen.
Wechselwirkungen

Laut Monographie keine bekannt.

Mögliche Nebenwirkungen

Laut Monographie keine bekannt.

Schwangerschaft und Stillzeit

In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung vorsorglich nicht empfohlen, weil die Unbedenklichkeit nicht gesichert ist. Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit sind nicht bekannt.

Kinder und Jugendliche

Je nach Zubereitung wird die Anwendung erst ab 3, 6 oder 12 Jahren empfohlen; unter 3 Jahren in keinem Fall.

Quellen

Stand der Recherche: Ärztlich geprüft:

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