Harpagophytum procumbens DC. und/oder Harpagophytum zeyheri Decne.
- Pflanzenfamilie
- Korbblütler (Asteraceae)
- Anwendung
- Zum EinnehmenAuf der HautIm Mund- und Rachenraum
- Auch bekannt als
- Echinacea, Purpur-Sonnenhut, Blasser Sonnenhut, Schmalblättriger Sonnenhut
Foto (Ausschnitt): Krzysztof Golik,CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Anwendungsgebiete
Wofür die Pflanze laut EU-Monographie angewendet wird
Husten & Erkältung
Zur kurzzeitigen Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen
Haut
Zur Behandlung kleiner oberflächlicher Wunden
Husten & Erkältung
Zur Linderung von Erkältungsbeschwerden
Husten & Erkältung
Zur unterstützenden Behandlung von Erkältungen
Haut
Zur Linderung von Pickeln und Hautunreinheiten bei leichter Akne
Wichtige Inhaltsstoffe
Laut Bewertungsbericht des HMPC
- Kaffeesäureabkömmlinge: im Purpur-Sonnenhut vor allem Cichoriensäure und Caftarsäure, in den Wurzeln des Blassen und des Schmalblättrigen Sonnenhuts vor allem Echinacosid
- Alkamide (Isobutylamide ungesättigter Fettsäuren) im Purpur-Sonnenhut und in der Wurzel des Schmalblättrigen Sonnenhuts; in der Wurzel des Blassen Sonnenhuts fehlen sie weitgehend
- Polysaccharide, in den Wurzeln auch Glykoproteine
- Ätherisches Öl
Sicherheitshinweise
Vor der Anwendung wichtig zu wissen
- Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen Sonnenhut oder andere Korbblütler (Asteraceae).
- Warnhinweise
- Zum Einnehmen und zur Anwendung im Mund: nicht empfohlen bei fortschreitenden Systemerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Immunschwäche, unterdrückter Immunabwehr (Immunsuppression) und Erkrankungen der weißen Blutkörperchen. Für die Wurzel des Schmalblättrigen Sonnenhuts nennt die Monographie als Beispiele Tuberkulose, Kollagenosen (entzündliche Bindegewebserkrankungen), multiple Sklerose, AIDS und HIV-Infektionen.
- Zum Einnehmen und zur Anwendung im Mund: Bei atopischer Veranlagung, also einer Neigung zu allergischen Erkrankungen, sind schwere Überempfindlichkeitsreaktionen bis zur Anaphylaxie (lebensbedrohliche allergische Reaktion) möglich; vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen. Für die Wurzelzubereitungen gilt das auch bei allergischer Empfindlichkeit.
- Zum Einnehmen und zur Anwendung im Mund: Verschlechtern sich die Beschwerden oder tritt hohes Fieber auf, ärztlichen Rat einholen.
- Kraut-Presssaft zum Einnehmen: nicht länger als 10 Tage anwenden, auch nicht zur Vorbeugung.
- Erkältung: Halten die Beschwerden länger als 10 Tage an, ärztlichen Rat einholen.
- Purpur-Sonnenhutwurzel bei Akne: Halten die Beschwerden länger als 2 Wochen an, ärztlichen Rat einholen.
- Kraut-Presssaft auf der Haut: nicht länger als eine Woche anwenden. Bei Zeichen einer Hautinfektion oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen.
- Wechselwirkungen
Laut Monographie keine bekannt.
- Mögliche Nebenwirkungen
- Kraut-Presssaft zum Einnehmen: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Nesselsucht, Juckreiz und Schwellung des Gesichts. Auch schwere Überempfindlichkeitsreaktionen sind möglich: Stevens-Johnson-Syndrom (schwere Reaktion von Haut und Schleimhäuten), Angioödem (Quincke-Ödem), Verkrampfung der Bronchien mit Verengung der Atemwege, Asthma und anaphylaktischer Schock. Häufigkeit nicht bekannt.
- Kraut-Presssaft zum Einnehmen: Bei atopischer Veranlagung kann Sonnenhut allergische Reaktionen auslösen. Ein Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen ist nicht auszuschließen.
- Kraut-Presssaft auf der Haut: Überempfindlichkeitsreaktionen wie örtlicher Hautausschlag, Kontaktdermatitis, Ekzem und Schwellung der Lippen (Angioödem). Häufigkeit nicht bekannt.
- Wurzelzubereitungen aller drei Arten: Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut. Häufigkeit nicht bekannt.
- Schwangerschaft und Stillzeit
Kraut-Presssaft zum Einnehmen: Die Unbedenklichkeit in Schwangerschaft und Stillzeit ist nicht ausreichend gesichert; ohne ärztlichen Rat wird die Anwendung nicht empfohlen. Kraut-Presssaft auf der Haut: Die Unbedenklichkeit ist nicht gesichert; nicht an der Brust stillender Frauen anwenden. Wurzelzubereitungen: Die Anwendung wird nicht empfohlen, weil die Unbedenklichkeit nicht gesichert ist. Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit sind nicht bekannt.
- Kinder und Jugendliche
Für Kinder unter 12 Jahren wird keine der Zubereitungen empfohlen, weil die Unbedenklichkeit in diesem Alter nicht ausreichend gesichert ist.
Quellen
- European Union herbal monograph on Echinacea purpurea (L.) Moench, herba recens (EMA/HMPC/48704/2014 Corr. 1) (2014)
- European Union herbal monograph on Echinacea purpurea (L.) Moench, radix – Revision 1 (EMA/HMPC/424583/2016) (2017)
- European Union herbal monograph on Echinacea pallida (Nutt.) Nutt., radix – Revision 1 (EMA/HMPC/737380/2018) (2018)
- Community herbal monograph on Echinacea angustifolia DC., radix (EMA/HMPC/688216/2008) (2012)
- Assessment report on Echinacea purpurea (L.) Moench., herba recens (EMA/HMPC/557979/2013) (2014)
- Assessment report on Echinacea purpurea (L.) Moench, radix – Revision 1 (EMA/HMPC/424584/2016) (2017)
- Assessment report on Echinacea pallida (Nutt.) Nutt., radix – Revision 1 (EMA/HMPC/737379/2017) (2018)
- Assessment report on Echinacea angustifolia DC., radix (EMA/HMPC/688212/2008) (2012)
Stand der Recherche: Ärztlich geprüft:




