Purpurne Blüte der Mariendistel mit dornigen Hüllblättern
Heilpflanzen-Lexikon

Mariendistel

Silybum marianum (L.) Gaertn.

Die Mariendistel (Silybum marianum) ist ein Korbblütler. Verwendet werden ihre getrockneten Früchte, als Tee, Pulver oder Extrakt.

Pflanzenfamilie
Korbblütler (Asteraceae)
Anwendung
Zum Einnehmen
Auch bekannt als
Mariendistelfrüchte, Carduus marianus L.

Foto (Ausschnitt): Javier Perez Montes,CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Anwendungsgebiete

Wofür die Pflanze laut EU-Monographie angewendet wird

  • Magen & Darm

    Zur Linderung von Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und Verdauungsstörungen sowie zur Unterstützung der Leberfunktion, nachdem ernsthafte Erkrankungen ärztlich ausgeschlossen wurden

    • Zum EinnehmenTee, Pulver, Trocken- und Dickextrakte in festen oder flüssigen Darreichungsformen

Wichtige Inhaltsstoffe

Laut Bewertungsbericht des HMPC

  • Flavonolignane (Silymarin) wie Silibinin, Isosilibinin, Silicristin und Silidianin
  • Flavonoide wie Taxifolin, Quercetin und Apigenin
  • Fettes Öl mit Linolsäure und Ölsäure
  • Phytosterole wie β-Sitosterol
  • Ätherisches Öl, vor allem Monoterpene

Sicherheitshinweise

Vor der Anwendung wichtig zu wissen

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Mariendistelfrüchte oder andere Korbblütler (Asteraceae)

Warnhinweise
  • Bei Gelbsucht (gelbliche Haut oder Augen) oder wenn sich Urin oder Stuhl verfärben, sofort ärztlichen Rat einholen.
  • Bestehen die Beschwerden länger als zwei Wochen oder verschlimmern sie sich, ärztlichen oder anderen fachkundigen medizinischen Rat einholen.
Wechselwirkungen

Laut Monographie keine bekannt.

Mögliche Nebenwirkungen
  • Leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Mundtrockenheit, Übelkeit, Magenverstimmung, Magenreizung und Durchfall; Häufigkeit nicht bekannt.
  • Kopfschmerzen; Häufigkeit nicht bekannt.
  • Allergische Reaktionen wie Hautentzündung, Nesselsucht, Hautausschlag, Juckreiz, Asthma und schwere allergische Allgemeinreaktion (Anaphylaxie); Häufigkeit nicht bekannt.
Schwangerschaft und Stillzeit

In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen, weil die Unbedenklichkeit nicht gesichert ist. Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit sind nicht bekannt.

Kinder und Jugendliche

Für Erwachsene. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht empfohlen, weil die Unbedenklichkeit in diesem Alter nicht gesichert ist.

Quellen

Stand der Recherche: Ärztlich geprüft:

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