Blühende Artischocken mit violetten Blütenköpfen in einem Garten
Heilpflanzen-Lexikon

Artischocke

Cynara cardunculus L. (syn. Cynara scolymus L.)

Die Artischocke (Cynara cardunculus, syn. Cynara scolymus) ist ein Korbblütler, dessen Blütenknospen man als Gemüse kennt. Arzneilich werden seit Langem ihre Blätter genutzt, bei Verdauungsbeschwerden als Tee, Pulver oder Extrakt.

Pflanzenfamilie
Korbblütler (Asteraceae)
Anwendung
Zum Einnehmen
Auch bekannt als
Artischockenblätter, Cynara scolymus L.

Foto (Ausschnitt): Krzysztof Golik,CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Anwendungsgebiete

Wofür die Pflanze laut EU-Monographie angewendet wird

  • Magen & Darm

    Zur Linderung von Verdauungsbeschwerden (Dyspepsie) mit Völlegefühl, Aufgeblähtsein und Blähungen

    • Zum EinnehmenTee, Pulver aus getrockneten Blättern, Trocken- und Dickextrakte in festen oder flüssigen Darreichungsformen

Wichtige Inhaltsstoffe

Laut Bewertungsbericht des HMPC

  • Phenolsäuren wie Kaffeesäure und Caffeoylchinasäuren (Cynarin, Chlorogensäure)
  • Bitterstoffe (Sesquiterpenlactone wie Cynaropikrin und Grosheimin)
  • Flavonoide (Luteolin-Glykoside wie Scolymosid)
  • Ätherisches Öl mit β-Selinen und Caryophyllen
  • Phytosterole wie Taraxasterol
  • Gerbstoffe und Inulin

Sicherheitshinweise

Vor der Anwendung wichtig zu wissen

Gegenanzeigen
  • Überempfindlichkeit gegen Artischocke oder andere Korbblütler (Asteraceae)
  • Verschluss oder Entzündung der Gallenwege, Lebererkrankungen, Gallensteine und andere Erkrankungen der Gallenwege, die ärztlich überwacht werden müssen
Warnhinweise

Bestehen die Beschwerden länger als zwei Wochen, ärztlichen Rat einholen.

Wechselwirkungen

Laut Monographie keine bekannt.

Mögliche Nebenwirkungen
  • Leichter Durchfall mit Bauchkrämpfen, Oberbauchbeschwerden wie Übelkeit, Sodbrennen; Häufigkeit nicht bekannt.
  • Allergische Reaktionen; Häufigkeit nicht bekannt.
Schwangerschaft und Stillzeit

In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung vorsorglich nicht empfohlen, weil die Unbedenklichkeit nicht gesichert ist. Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit sind nicht bekannt.

Kinder und Jugendliche

Für Jugendliche und Erwachsene. Für Kinder unter 12 Jahren wird die Anwendung nicht empfohlen, weil die Unbedenklichkeit in diesem Alter nicht gesichert ist.

Quellen

Stand der Recherche: Ärztlich geprüft:

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