Immergrüne Blätter und weiß-rosa Glockenblüten der Echten Bärentraube
Heilpflanzen-Lexikon

Bärentraube

Arctostaphylos uva-ursi (L.) Spreng.

Die Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) ist ein Heidekrautgewächs. Ihre Blätter werden seit Langem bei Beschwerden der unteren Harnwege von Frauen genutzt.

Pflanzenfamilie
Heidekrautgewächse (Ericaceae)
Anwendung
Zum Einnehmen
Auch bekannt als
Bärentraubenblätter

Foto (Ausschnitt): Robert Flogaus-Faust,CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Anwendungsgebiete

Wofür die Pflanze laut EU-Monographie angewendet wird

  • Harnwege & Blase

    Zur Linderung der Beschwerden leichter, wiederkehrender Infekte der unteren Harnwege bei Frauen, etwa Brennen beim Wasserlassen oder häufiges Wasserlassen, nachdem eine Ärztin oder ein Arzt ernste Erkrankungen ausgeschlossen hat

    • Zum EinnehmenTee als Aufguss oder Kaltauszug, Pulver, Trocken- und Flüssigextrakte

Wichtige Inhaltsstoffe

Laut Bewertungsbericht des HMPC

  • Hydrochinon-Glykoside wie Arbutin und Methylarbutin
  • Gerbstoffe (Gallotannine und Ellagitannine wie Corilagin)
  • Phenolsäuren wie Gallussäure
  • Flavonoide wie Hyperosid
  • Triterpene wie Ursolsäure

Sicherheitshinweise

Vor der Anwendung wichtig zu wissen

Gegenanzeigen
  • Überempfindlichkeit gegen Bärentraubenblätter
  • Nierenerkrankungen
Warnhinweise
  • Nicht länger als eine Woche anwenden. Bestehen die Beschwerden länger als vier Tage, ärztlichen Rat einholen.
  • Verschlimmern sich die Beschwerden oder treten Fieber, Schmerzen beim Wasserlassen, Krämpfe oder Blut im Urin auf, ärztlichen Rat einholen.
  • Für Männer nicht empfohlen, weil Harnwegsbeschwerden bei ihnen ärztlich überwacht werden müssen.
  • Der Urin kann sich grünlich-braun verfärben.
Wechselwirkungen

Laut Monographie keine bekannt.

Mögliche Nebenwirkungen

Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen; Häufigkeit nicht bekannt.

Schwangerschaft und Stillzeit

In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung vorsorglich nicht empfohlen, weil die Unbedenklichkeit nicht gesichert ist. Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit sind nicht bekannt.

Kinder und Jugendliche

Für erwachsene Frauen bestimmt. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht empfohlen, weil Harnwegsbeschwerden in diesem Alter ärztlich abgeklärt werden müssen.

Quellen

Stand der Recherche: Ärztlich geprüft:

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