Hedera helix L.
- Pflanzenfamilie
- Brennnesselgewächse (Urticaceae)
- Anwendung
- Zum Einnehmen
- Auch bekannt als
- Brennnesselblätter, Brennnesselkraut, Brennnesselwurzel, Urtica dioica L., Urtica urens L.
Foto (Ausschnitt): Dominicus Johannes Bergsma,CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Anwendungsgebiete
Wofür die Pflanze laut EU-Monographie angewendet wird
Gelenke & Muskeln
Zur Linderung leichter Gelenkschmerzen
Harnwege & Blase
Zur Linderung leichter Harnwegsbeschwerden, um die Harnwege bei ausreichender Trinkmenge durchzuspülen
Haut
Bei Haut mit vermehrter Talgbildung (seborrhoische Hautzustände)
Prostata
Zur Linderung von Beschwerden der unteren Harnwege bei gutartiger Prostatavergrößerung, nachdem eine Ärztin oder ein Arzt ernste Erkrankungen ausgeschlossen hat
Wichtige Inhaltsstoffe
Laut Bewertungsbericht des HMPC
- Flavonoide, vor allem Glykoside von Quercetin, Kaempferol und Isorhamnetin
- Mineralstoffe, vor allem Calcium, Kalium und Silicium
- Kaffeesäureester wie Caffeoyläpfelsäure, außerdem Scopoletin (ein Cumarin) und Sterole wie β-Sitosterol
- In den Brennhaaren: Amine wie Acetylcholin, Serotonin und Histamin sowie Ameisensäure
- Wurzel: Lektine (Urtica-dioica-Agglutinin), Lignane, Sterole und Gerbstoffe
Sicherheitshinweise
Vor der Anwendung wichtig zu wissen
- Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen Brennnessel
- Erkrankungen, bei denen weniger getrunken werden soll, etwa schwere Herz- oder Nierenerkrankungen (gilt nicht für Zubereitungen aus der Wurzel)
- Warnhinweise
- Bei Gelenkschmerzen: Bestehen die Beschwerden länger als vier Wochen oder verschlimmern sie sich, ärztlichen Rat einholen. Gelenkschmerzen mit Schwellung, Rötung oder Fieber ärztlich abklären lassen.
- Bei Harnwegsbeschwerden: Während der Anwendung ausreichend trinken. Bestehen die Beschwerden länger als zwei Wochen, verschlimmern sie sich oder treten Fieber, Schmerzen beim Wasserlassen, Krämpfe oder Blut im Urin auf, ärztlichen Rat einholen.
- Bei Hautbeschwerden: Bestehen sie länger als vier Wochen oder verschlimmern sie sich, ärztlichen Rat einholen.
- Bei Prostatabeschwerden: Verschlimmern sich die Beschwerden oder treten Fieber, Krämpfe, Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen oder ein Harnverhalt auf, ärztlichen Rat einholen.
- Wechselwirkungen
Laut Monographien keine bekannt.
- Mögliche Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Völlegefühl, Blähungen und Durchfall; Häufigkeit nicht bekannt.
- Allergische Hautreaktionen wie Juckreiz, Ausschlag und Nesselsucht; Häufigkeit nicht bekannt.
- Schwangerschaft und Stillzeit
In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung vorsorglich nicht empfohlen, weil die Unbedenklichkeit nicht gesichert ist. Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit sind nicht bekannt.
- Kinder und Jugendliche
Bei Gelenkschmerzen und Harnwegsbeschwerden erst ab 18 Jahren, bei Hautbeschwerden ab 12 Jahren. Zubereitungen aus der Wurzel sind für erwachsene Männer bestimmt.
Quellen
- Community herbal monograph on Urtica dioica L.; Urtica urens L., folium (EMA/HMPC/508015/2007) (2010)
- European Union herbal monograph on Urtica dioica L.; Urtica urens L., herba – Revision 1 (EMA/HMPC/261302/2022) (2025)
- European Union herbal monograph on Urtica dioica L.; Urtica urens L., radix – Revision 1 (EMA/HMPC/322646/2023) (2025)
- Assessment report on Urtica dioica L., Urtica urens L., folium (EMA/HMPC/508013/2007) (2010)
- Assessment report on Urtica dioica L.; Urtica urens L., herba – Revision 1 (EMA/HMPC/261303/2022) (2025)
- Assessment report on Urtica dioica L.; Urtica urens L., radix – Revision 1 (EMA/HMPC/322627/2023) (2025)
Stand der Recherche: Ärztlich geprüft:




