Sehr wichtig für Dein Verständnis und zukünftigen Entscheidungen ist das Thema „Statistik“ für Dich. Der gleiche Sachverhalt kann durch sich für Dich positiv oder auch negativ anhören, je nachdem, welche Darstellungsvariante gewählt wird.
Absolutes versus relatives Risiko
Sehr wichtig für Dein Verständnis und zukünftigen Entscheidungen ist das Thema „Statistik“ für Dich. Der gleiche Sachverhalt kann durch sich für Dich positiv oder auch negativ anhören, je nachdem, welche Darstellungsvariante gewählt wird. Angst oder Zuversicht können so z. B. in Bezug auf therapeutische Ansätze geweckt werden.
Je höher der angenommene Nutzen, desto mehr Risiken und Strapazen sind wir bereit auf uns zu nehmen.
Was bedeutet 50 % weniger Risiko?
Eine Risikoreduktion von 50 % heißt nur leider nicht, dass jetzt nur noch jeder Zweite erkrankt!
Der kleine Zahlentrick, bzw. der kleine Unterschied, auf den es ankommt, ist nämlich die absolute, bzw. relative Risiko-Reduktion.
Und jetzt wird es spannend:
Wenn von 1000 Menschen 40 z. B. einen Infarkt erleiden, dann sind dies 4 %. Wenn nach Medikamentengabe nun nur noch 20 von 1000 einen Infarkt erleiden, dann sind dies 2 %. Dies ist die absolute Risikoreduktion von 2 %.
Drücken wir es als relative Risikoreduktion aus, dann sind es allerdings 50 % (von 4 % auf 2 %)!
Wenn man Dich mit Zahlen konfrontiert, frage nach, ob es sich um die absolute oder relative Risikoreduktion handelt. Dies wird bereits viel relativieren und Dich in Bezug auf mögliche Nebenwirkungen einer Therapie vorsichtiger werden lassen.
Quiz
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Frage 1 von 3
Im Beispiel des Beitrags sinkt das Infarktrisiko von 4 auf 2 Prozent. Wie groß ist die relative Risikoreduktion?
Von 4 auf 2 Prozent ist eine Halbierung, also 50 Prozent relative Risikoreduktion — das absolute Risiko sinkt aber nur um 2 Prozentpunkte.
Eine relative Risikoreduktion von 50 Prozent bedeutet, dass nur noch jeder Zweite erkrankt.
Das absolute Risiko sinkt nur von 4 auf 2 Prozent. Die 50 Prozent beziehen sich auf das Ausgangsrisiko, nicht auf alle Menschen.
Wonach sollte man bei Zahlen fragen?
Dieselbe Zahl kann als groß oder klein erscheinen, je nach Darstellung. Die Nachfrage relativiert sie und macht vorsichtiger.
Hier lohnt ein zweiter Blick





