Orangefarbene Blüte der Ringelblume vor unscharfem grünem Hintergrund
Heilpflanzen-Lexikon

Ringelblume

Calendula officinalis L.

Die Ringelblume (Calendula officinalis) gehört zu den Korbblütlern. Ihre Blüten werden seit Langem als Aufguss, Tinktur oder Salbe angewendet.

Pflanzenfamilie
Korbblütler (Asteraceae)
Anwendung
Auf der HautIm Mund- und Rachenraum
Auch bekannt als
Calendula, Ringelblumenblüten

Foto (Ausschnitt): Ermell,CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Anwendungsgebiete

Wofür die Pflanze laut EU-Monographie angewendet wird

  • Haut

    Zur Linderung leichter Hautentzündungen, etwa bei Sonnenbrand, und zur Unterstützung der Heilung kleiner Wunden

    • Auf der HautAufguss oder verdünnte Tinktur für Umschläge; Salben und andere halbfeste Zubereitungen mit Extrakt, Ölauszug oder Tinktur
  • Mund & Rachen

    Zur Linderung leichter Entzündungen im Mund und Rachen

    • Im Mund- und RachenraumAufguss oder verdünnte Tinktur zum Spülen und Gurgeln

Wichtige Inhaltsstoffe

Laut Bewertungsbericht des HMPC

  • Triterpensaponine (Glykoside der Oleanolsäure)
  • Triterpenalkohole wie Faradiolester, Amyrine und Lupeol
  • Carotinoide, vor allem Lutein und Zeaxanthin
  • Flavonoide (Glykoside von Isorhamnetin und Quercetin)
  • Wasserlösliche Polysaccharide
  • Ätherisches Öl mit Sesquiterpenen wie α-Cadinol

Sicherheitshinweise

Vor der Anwendung wichtig zu wissen

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Ringelblume oder andere Korbblütler (Asteraceae).

Warnhinweise
  • Auf der Haut: Treten Zeichen einer Hautinfektion auf oder verschlechtern sich die Beschwerden, ärztlichen Rat einholen.
  • Umschläge nach 30 bis 60 Minuten abnehmen.
  • Halten die Beschwerden länger als eine Woche an, ärztlichen Rat einholen.
Wechselwirkungen

Laut Monographie keine bekannt.

Mögliche Nebenwirkungen

Hautsensibilisierung, also die Entwicklung einer Kontaktallergie. Häufigkeit nicht bekannt.

Schwangerschaft und Stillzeit

In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen, weil die Unbedenklichkeit nicht gesichert ist. Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit sind nicht bekannt.

Kinder und Jugendliche

Auf der Haut für Kinder unter 6 Jahren, im Mund- und Rachenraum für Kinder unter 12 Jahren nicht empfohlen, weil die Unbedenklichkeit in diesem Alter nicht gesichert ist.

Quellen

Stand der Recherche: Ärztlich geprüft:

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