VERA VON PETZINGER

HOLISTISCHE
MEDIZIN

Selbstmord als Überlebensstrategie

Der Prozess der Autophagie (Selbstverdauung) kann durch Nährstoffentzug gefördert werden.
Oshumi konnte durch Experimente an der Bäckerhefe Saccaromyces cerevisae aufzeigen, dass ein Nährstoffmangel die Vakuole innerhalb der Hefezellen vergrößert. Diese Vakuolen entsprechen dem Lysosom der menschlichen Zelle. Diese Lysosome sind Zellorganellen mit einem sauren pH-Wert. Sie enthalten Verdauungsenzyme und sind in der Lage Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette und Zellinhalte zu zerlegen. So können diese wiederum als Bausteine für die Energiegewinnung, bzw. für neue Zellstrukturen genutzt werden.

Unsere Körpertemperatur bestimmt unseren Stoffwechsel

Während die Schulmedizin eine Untertemperatur ab erst 35 Grad Celsius definiert, sehen Biologische Mediziner eine Grenze ab ca. 36,6 Grad Celsius. Eine zu niedrige Körpertemperatur kann Hinweis auf eine Stoffwechselstörung sein. Schilddrüsen-Unterfunktion, Mitochondriopathie (Erkrankung der Energie-Gewinnungsöfchen in unseren Zellen), Hormonstörungen, Nährstoffmangel bei z. B. Darmentzündungen, Störungen der Temperaturregulation im Gehirn durch toxische oder entzündliche Belastungen.

Wir Ärzte messen zwar bei jedem Patienten den Blutdruck, aber nicht die Körpertemperatur, obwohl diese uns ebenfalls viele Rückschlüsse erlaubt.

Fasten, um Zellmüll zu entsorgen

Zellen häufen mit der Zeit ziemlich viel “Müll” durch Stoffwechselprodukte an, z. B. deformiertes Eiweiß. Solange die Zelle ständig mit Nährstoffen versorgt wird, bleibt dieser “Zell-Müll” unangetastet in der Zelle liegen. 

Dies ändert sich jedoch schlagartig, wenn die Zelle keine Nährstoffe mehr erhält. Wenn z. B. 16 Stunden keine Nahrung aufgenommen wird, ernährt sich die Zelle von dem Zellmüll und baut diesen hierdurch ab. Durch diese Autophagie kann der Müll recycelt werden: Der “Müll” wird von einem dünnen Häutchen umgeben – wie einem Müllsack – und dann durch einen sauren pH und Verdauungsenzyme in kleine, wiederverwertbare, Einheiten zerlegt werden.

Fasten als Therapie für Krebs und Zivilisationserkrankungen

Fasten dient also nicht der Gewichtsreduktion, sondern eher der Gesunderhaltung, bzw. der Gesundung.

Erstaunlich waren Untersuchungen bei Krebspatienten, die eine Chemotherapie erhielten. Entgegen traditioneller Meinung, dass man nur bei ausreichender Gesundheit Fastenzeiten einlegen sollte, scheinen nun gerade Chemotherapie-Patienten vom Fasten zu profitieren. Wird einer gesunden Zelle keine Energie mehr zugeführt, schaltet sie in den Sparmodus und verlangsamt den Stoffwechsel. 

Chemotherapiegifte werden also weniger stark in die gesunde Zelle aufgenommen. Bei einer Krebszelle funktioniert dieser Schutzmechanismus jedoch nicht mehr. Sie geraten bei Energiemangel unter Stress, denn sie sind auf schnelles Wachstum programmiert. Weiterer Faktor: Der Mangel an Glukose (Zucker) während des Fastens führt zu niedrigen Insulinspiegeln und dieses Insulin fördert auch das Wachstum von Krebszellen. Drittens wirken sich bestimmte Aminosäuren aus tierischen Produkten positiv auf das Krebswachstum aus. Verzichten wir also auf diese, reduzieren wir diese Aminosäuren im Körper.

Dr. Valter Longo, Professor für Gerontologie und biologische Wissenschaften an der University of Southern California, konnte 2012 das erste Mal die erstaunliche Wirkung des Fastens auf Krebszellen beschreiben.

Aber nicht nur bei Krebs, sondern auch Rheuma, Bluthochdruck, Migräne und Allergien kann durch diese Therapieform eine Verbesserung erzielt werden.

Krebspatienten sollten allerdings nicht auf eigene Faust fasten, sondern immer nur in Rücksprache mit einem behandelnden Arzt, der sich mit dieser Therapieform auskennt.

Intervallfasten - nützlich für uns?

Beim Intervallfasten verzichten wir mehrere Stunden täglich auf Essen. Durch diesen kurzzeitigen Essensverzicht können unsere Zellen trotzdem den Zellmüll entsorgen und somit einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung und Gesundung beitragen. 

Der Zucker- und Fettstoffwechsel wird zudem ebenfalls verbessert, wodurch zahlreiche Erkrankungen sogar vermieden werden können.

Beim Intervallfasten könnten wir z. B. 16 Stunden auf Nahrung verzichten und an 8 Stunden essen – die 16:8-Methode. Wer also nur zwischen 10.00 Und 18.00 Uhr isst und in den übrigen 16 Stunden nur Kaffee, Wasser oder Tees trinkt, kann so ohne großen Verzicht etwas für den eigenen Stoffwechsel tun.

Dabei gilt es auch, dass man nicht “alles auf einmal” schaffen muss. Taste Dich langsam an die Zeitspannen heran. Auch die Intervalle selbst können individuell etwas unterschiedlich sein.

Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte/Therapeuten.
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