Hashimoto-Thyreoditis

Die chronische Schilddrüsen-Erkrankung zählt zu den Autoimmunerkrankungen und ist die häufigste aller Autoimmunerkrankungen.
Hauptsächlich erkranken Frauen im Alter von 40 bis 50 Jahren.
Die Erkrankung verläuft chronisch. Im Anfangsstadium finden wir meist eine Schilddrüsenüberfunktion, während die Schilddrüse später “ausbrennt” und eine Schilddrüsenunterfunktion hinterlässt.

Symptome bei Überfunktion der Schilddrüse:

  • Herzrasen und erhöhter Ruhepuls
  • Gewichtsabnahme
  • Zittrige Hände
  • Reizbarkeit und innere Unruhe
  • Schlafstörungen und Nachtschweiß
  • feuchtwarme Haut
  • häufiger Stuhlgang, Durchfall

Symptome bei Unterfunktion der Schilddrüse:

  • ständiges Frieren
  • Gewichtszunahme
  • Antriebslosigkeit, depressive Verstimmungen
  • Haarausfall
  • erhöhte Cholesterinwerte
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
  • Verlust des äußeren Drittels der Augenbrauen
  • trockene, rissige Haut
  • Ödeme – bes. im Gesicht
  • Muskelschwäche und -verhärtungen
  • Menstruationsstörungen

Ursachen einer Hashimoto-Erkrankung:

Ein Jodmangel kann Ursache dieser Erkrankung sein und viele Arbeitshypothesen beruhen noch auf dem alten Denkmuster Deutschland sei ein Jodmangel-Gebiet.
Kaum jemand weiß jedoch, dass auch ein Zuviel an Jod Auslöser sein kann und die durchschnittliche Ernährung eher zu viel Jod zuführt anstatt zu wenig.

Des Weiteren scheint der Hashimoto durch schwere Viruserkrankungen ausgelöst werden zu können und chronischem Stress.
Unter Verdacht stehen zudem Pestizide und Toxine. Hierunter besonders die Antimykotika und Glyphosat und Schwermetallbelastungen. Ein Leaky-Gut-Syndrom scheint ebenfalls verstärkt an Bedeutung zu gewinnen und ist daher mitzubehandeln.

Hormonstörungen, auch künstlich hervorgerufene durch die “Pille”, Statine, Betablocker und Protonenpumpen-Inhibitoren, stehen als Auslöser unter Verdacht.
Seitens der Ernährung scheint ein Vitalstoffmangel (Vitamine, Spurenelemente) zumindest begünstigend – wenn nicht gar auslösend – für eine Hashimoto-Erkrankung zu sein.
Wichtig erscheint mir hier auch der Hinweis, dass oftmals ein Vitamin-D-Mangel vorliegt. Vitamin D ist Cofaktor bei der Jodverwertung. Ein Mangel an Vitamin D kann also auch einen Jodmangel begünstigen.
Das Problem hierbei: viele Hashimoto-Patienten haben einen genetischen Defekt und können Vitamin D nicht ausreichend verarbeiten. Ihre Vitamin-D-Rezeptoren funktionieren nur eingeschränkt, so dass Vitamin D im Blut zwar in normalen Mengen vorhanden sein kann, jedoch nicht in die Zellen gelangt.

Diagnostik der Hashimoto-Erkrankung:

Die Vielfalt der Symptome machen eine rasche Diagnose-Stellung oft schwierig. Betroffene Patienten leiden häufig auch an anderen Autoimmunerkrankungen oder Allergien, eingeschränkter NIerenfunktion, entzündlichen Hautveränderungen und auch Diabetes Typ I.

Laborchemisch werden die Schilddrüsen-Hormone bestimmt: T3 (Trijodthyronin), T4 (L-Thyroxin) und das Hypophysen-Hormon TSH (Thyroidea-Stimulierendes-Hormon).

Häufig – aber eben nicht immer – finden sich spezifische Antikörper. Neben der Blutuntersuchung kommen Sonographie und Szintigraphie zum Einsatz.
Abgeklärt werden sollte außerdem, ob ein Mangel an Jod, Selen, Eisen oder Calcium vorliegt.

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Deutschlands erstes Online-Programm zur Behandlung von Hashimoto-Thyreoditis

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Quellen

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